Nur in freiwilliger Vereinigung ist der Mensch schön

Nur in freiwilliger Vereinigung ist der Mensch schön und sein Handeln ist die Seele der Welt.

Oscar Wilde und J. M. R. Lenz in Bearbeitung durch WR

Diskussionsvorlage zum Stiftungszweck und der Präambel Stiftung „KUNSTdemokratie“ in spe

Stiftungszweck

Der Zweck der Stiftung namens „KUNSTdemokratie“ hat folgende Aufgaben:

Altersunabhängige Außenseiter und/oder Nichtetablierte Menschen der europäischen Gesellschaften und ihrer Gäste auf den Gebieten der Künste und Gesellschaftstheorien zu erkennen und immer wieder Neu zu Definieren oder zu bestätigen, wer das ist. Aus einer unmittelbaren Bestandssicherung sind die materiellen und geistigen Produktionen dieser Außenseiter in Sammlungen und Archiven zu überführen und zu bewahren. Es wird Forschung betrieben, mit dem Gebot eine transparente und teilhabende Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben.

Es werden Arbeitsgemeinschaften zur freien handelnden Kunstforschung gebildet.

Es werden Arbeitsgemeinschaften zur freien handelden Demokratieforschung gebildet.

Die Stiftung ist Operativ und Fördernd tätig.

Präambel

Die Stiftung namens KUNSTdemokratie soll von ihrem Geist her eine Arbeitsgemeinschaft aus Künstlern und Demokraten sein, die einen lebendigen offenen Ort organisieren und den teilhabenden Dialog mit der Öffentlichkeit suchen.

Freie handelnde Kunstforschung–freie handelnde Demokratieforschung.

Diese Arbeitsgemeinschaften bilden eine freie Universität, eine Denkfabrik zur Erforschung freier Lebensentfaltung.

Operative/Fördernde auf Dauer angelegte Arbeitsgemeinschaften der Stiftung sind zu bilden auf den Gebieten:

  1. Pflege und Forschung Demokratischer Traditionslinien
  2. Weltfriedensforschung – Handlungsmodelle hierzu
  3. Soziale Existenzsicherung als Naturrecht.
  4. Traditionslinien und Produktionen bei den Interaktiven Bildenden Künsten
  5. Kollektive Selbstbestimmte Wohnformen – Arbeitsformen

Die Stiftung sichert, sammelt, dann archiviert, forscht, veröffentlicht und fördert die materiellen und geistigen Produktion von Autodidakten und Außenseitern auf allen Gebieten der Künste und Gesellschaftstheorien jenseits etablierter Strukturen oder das von den etablierten Strukturen verworfene bzw. nicht wahrgenommene. Dies geschieht auf regionaler Ebene ihres Standortes, Deutschland weit und Europa weit im topografischen Sinn sowie im inhaltlichem Sinn. Eine bestimmte Staatsangehörigkeit ist nicht maßgebend. Alle Altersgruppen sind zu berücksichtigen.

In der jeweiligen Gegenwart bildet die Bestandssicherung und Nachlasssicherung der geistigen und materiellen Produktionen von Autodidakten, Außenseitern, Nichtetablierten eine nicht zu vernachlässigende Aufgabe. Die Bildproduktionen und die Produktionen der Bildenden Künste der Autodidakten, Außenseitern, Nichtetablierten sind in keinem Fall zu Vernachlässigen.

Aus diesen Beständen wird eine unveräußerliche Sammlung aufgebaut die in den Museen der Kunstdemokratie präsentiert wird. In deren Archiven sollen die Sammlungen sicher und auf Dauer gelagert werden und für Forschungszwecke zugänglich sein. Im weiteren sollen die Archivbestände durch innovative Konzepte der Öffentlichkeit teilhabend und einblickend Präsentiert werden. Ein sensibles Viele-Augen- Prinzip über einen längeren Zeitraum trifft die Entscheidung in Bezug auf unveräußerlichen Stiftungsbesitz, Vermarktung zur Existenzsicherung der Stiftung und ihrer Aufgaben, sowie den Verträgen der Zustiftungen, der Erben, der Schenker, der Ehrenämter, der Künstler, der Teilhaber, der Förderer. Die Stiftung ist angehalten eine tragfähige soziale selbstbestimmte Ökonomie aufzubauen unter humanen Arbeitsbedingungen.

Der Rest aus den Nachlässen und übertragenen Beständen werden im Sinn von Collage, Recycling, kollektiven und interaktiven Bezügen durch Bildende Künstler in hierfür geschaffene Ateliers zu neuer Produktion verwendet.

Die Stiftung soll ein Ort der Lebendigkeit, Öffentlichkeit und des ständigen Handelns sein das sich am Gemeinwohl orientiert und Gruppen, Gemeinschaften und Gesellschaften nachahmenswerte Modelle aufzeigt.

Das Wissen der freien Universität sowie das Kulturkapital aus Sammlung und Archiv werden zu existenzsichernden Zwecken der Stiftung, so wie für die Stiftung arbeitenden Menschen eingesetzt. Es werden für die jeweilige Gegenwart tragfähige wirtschaftliche Konzepte umgesetzt die den Geist der Stiftung wiedergeben und sich an Akkumulation orientieren. Vermögenswerte wie Geld, Gold, Aktien und Ähnlichem soll die Stiftung nicht in unbegrenzter Höhe horten. Die Vermögensverwaltung ist angehalten, die inhaltliche und materielle Gesamtstruktur sowie die auf Zukunft geplante Vorhaben der Stiftung, aus ihrer Kompetenz auf immer wieder neu zu definierende Zeiträume sicher zu stellen.

Da wo die geförderten Ideen, Anliegen und Ergebnisse ermöglicht durch die KUNSTdemokratie vom Außenseitertum in die Selbstständigkeit und/oder Mehrheitsgesellschaften übergehen, werden diese Ideen und Ergebnisse entäußert. Sie sollen ihr Eigenleben führen.

Die Stiftung darf in keinem Fall eine Religionsgemeinschaft sein, Religion ist Privatangelegenheit. Humanismus ist die Grundhaltung.

Die Stiftung versteht sich als ewige konstruktive Opposition und will höhere Organisationsformen des menschlichen, humanistischen provozieren.

Wir arbeiten an der Demokratisierung von Demokratien, hin zu Staaten oder gesellschaftlichen, menschheitlichen Organisationsformen die einen täglichen Plebiszit leben. Die Stiftung akzeptiert keine Haltung und Handlung die über demokratische Prozesse Diktaturkonzepte oder andere Formen von Totalitarismus durchsetzen will. Wir setzen uns für das Existenzrecht eines jeden Menschen in dieser Welt ein. Wir lehnen die Folter und die Todesstrafe ab, sowie alle Strafen die inhuman und entwürdigend sind.

Diskussionstand 19.2.2015 i.A. Rainer Wieczorek